Aufgrund des Nassschnees kam ein PKW-Lenker in einer Kurve von der Fahrbahn ab und stürzte in das Bachbett des Weissenbach. Der PKW kam auf der Seite im Bach zu liegen. Beide Insassen konnten sich unverletzt aus dem Fahrzeug durch das rechte Seitenfenster retten.
Um 15:23 Uhr wurde die FF-Schwarzenbach durch die IP_AG_Tuln alarmiert und rückte mit 2 Fahrzeugen aus. Mithilfe eines Kranwagen der Fa. Ganaus konnte das Fahrzeug wieder auf die Straße gehoben werden und auf einen nahegelegenen Privatparkplatz geschleppt werden.

Um 13:11 Uhr wurde die FF-Schwarzenbach zu einer PKW-Bergung in das Obertal (Seerotte 11) gerufen. Ein PKW-Lenker einer Lieferfirma hatte auf der eisglatten Straße die Kontrolle seines Fahrzeuges verloren und ist in einen Trafokasten der EVN gerutscht. Durch den Aufprall wurden dabei die innere Verschienung wie auch der Trafo selbst beschädigt. Nach dem Stromlosschalten durch die EVN konnte der PKW mittels Seilwinde vom Trafokasten weggezogen werden. Die verbogenen Metallteile und abgebrochen Betonteile wurden mittels Trennschleifer, Schere und Spreitzer entfernt und der beschädigte Trafokasten mittels Bretterverschlag gesichert.

Um 17:39 wurde die FF-Schwarzenbach zu einer PKW-Bergung zwischen Schwarzenbachstraße und Gemeindestraße Brunnrotte gerufen. Auf der Schneefahrbahn war ein PKW von der Straße abgekommen und drohte weiter den Hang abzurutschen. Der PKW konnte wieder ohne größeren Sachschaden auf die Fahrbahn gezogen werden.

Um 19:12 Uhr wurden die Kameraden der FF-Schwarzenbach zu einem Kaminbrand in einem abgelegenen Holzhaus (Melkstatt Hütte) am Ende des Pielachtales gerufen. Der ursprüngliche Kaminbrand hat beim Eintreffen der Kameraden in der Zwischenzeit den gesamten Innenraum der Hütte unter Brand gesetzt. Da sich auch Glutherde in der Verschalung des Hauses ausgebreitet haben, mussten Teile der Aussenfasade geöffnet werden. Es entstand erheblicher Sachschaden. Nach ca. drei Stunden konnte Brand aus gegeben werden. Durch die Abgelegenheit der Hütte war die Wasserversorgung auf den engen Schotterstraßen eine große Herausforderung für die Tankfahrzeuge.

Um 12:15 Uhr wurden die Kameraden der FF-Schwarzenbach zu einem Brandeinsatz B3 gerufen. Eine Lagerhalle mit Maschinen und Traktoren stand im Vollbrand. Die Bewohner hatten während der Mittagspause einen Knall gehört und die Feuerwehr alarmiert.
Das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude konnte durch den Einsatz der Kameraden verhindert werden. Menschen oder Teiere wurden nicht verletzt, es entstand aber erheblicher Sachschaden. Gegen 18 Uhr konnte Brand aus gegeben werden.

Um 2:28 wurde die FF-Schwarzenbach zum Brand im Obergeschoß eines eines Wohnhauses gerufen. Der Brand ergriff rasch alle Wohnräume des Obergeschoßes. Die Bewohner konnten sich aus eigener Kraft aus dem brennenden Haus retten.
Der Einsatzdauerte bis in die frühen Morgenstunden.

Um 14:20 Uhr wurde die FF-Schwarzenbach zu einem Vegetationsbrand in Frankenfels Falkensteinrotte gerufen.
Von Wanderern wurden mehrere glosende Abbrandflächen auf einer gerodeten Waldfläche entdeckt. Die rauchenden Flächen wurden mit Waldbrandwerkzeugen aufgelockert und abgelöscht.

Aus noch ungeklärter Ursache entzündete sich auf einem steilen Waldstück direkt neben der Fahrbahn niederes Buschwerk. Durch die Aufmerksamkeit vorbeikommender Passanten konnte die Feuerwehr rasch verständigt werden..
Die FF-Schwarzenbach war mit dem TLF4000, 3 C-Rohren und Waldbrandbekämpfungswerkzeugen im Einsatz. Weitere Glutnester konnten mit der Wärmebildkamera geortet und bekämpft werden. Mitttels Tauchpumpe konnte der TLF 4000 aus dem nahegelegenen Bach mit Löschwasser versorgt werden.

Am 22.02.2025 wurden um 09:02 Uhr die Freiwillige Schwarzenbach zu einem Brand einer Hackschnitzelheizung in die Lehengegend auf den Frankenfelsberg, Hausname Obermassing) alarmiert.

Auf einen ehemaligen Bauernhof, der zurzeit saniert wird, kam es bei der Hackschnitzelfeuerungsanlage im Heizraum zu einem Brand. Zwei Atemschutztrupps nahmen die Brandbekämpfung auf und konnten nach kurzer Zeit den Brand unter Kontrolle bringen. Mehrere Tanklöschfahrzeuge der umliegenden Feuerwehren standen zur Verfügung da in diesem Bereich des Frankenfelsberges keine Löschwasserreserven zur Verfügung steht. Nachdem die Atemschutztrupps die brennenden Hackschnitzel abgelöscht hatten wurde noch das Brandgut aus dem Heizraum entfernt.

Tätigkeitsbericht vom 14.9.24 bis 16.9.24

Am 14. September 2024 wurde die Freiwillige Feuerwehr Schwarzenbach erstmals um 12:30 Uhr telefonisch von Privatpersonen zu Sicherungsarbeiten aufgrund des herrschenden Unwetters verständigt. Die erste Alarmierung passiertem 13:19 Uhr für Auspumparbeiten. Ab diesem Zeitpunkt folgten kontinuierlich weitere Einsätze.
Die Mannschaft wurde schnell auf alle verfügbaren Fahrzeuge aufgeteilt, um die verschiedenen Einsatzstellen gleichzeitig bearbeiten zu können. Die Lage eskalierte rasch, weshalb parallel dazu mit dem Befüllen von Sandsäcken begonnen wurde. Unterstützung erhielten wir von mehreren privaten Traktorenbesitzern, die uns bei den Maßnahmen halfen.
Die Einsätze umfassten hauptsächlich Auspumparbeiten, die Sicherung von Gebäuden und das Lösen von Verklausungen. Da bereits früh erkennbar war, dass die Nacht einsatzreich würde, richtete man im FF-Haus auch ein Notquartier ein. So wurden die Einsätze bis spät in die Abendstunden fortgesetzt und durchgehend gearbeitet. Gegen 4 Uhr des 15. September überschlugen sich dann die Ereignisse.

Am 15. September um 04:56 Uhr wurde eine nochmalige Alarmierung der ganzen FF-Manschaft Schwarzenbach ausgelöst und die Gemeinde gab Zivilschutzalarm. Es folgten unzählige Einsätze darunter Menschenrettungen, Evakuierungen, Auflösen von Verklausungen und das Sichern von Hangrutschungen. Als der Wasserpegel seinen Höchststand erreicht hatte, war ein Großteil des Einsatzgebiets nicht mehr erreichbar. Trotz dieser schwierigen Umstände gelang es durch massiven Personal- und Materialeinsatz den Großteil der Ortschaft zu halten und schwerwiegendere Schäden zu vermeiden. Am Abend des 15. September wurde das Einsatzgebiet schließlich mit einer minimalen Besatzung im FF-Haus verlassen.

Ab dem 16. September 2024 wurden die Arbeiten fortgesetzt, wobei die Prioritäten auf dem Freimachen der Verkehrswege und dem Auspumpen von Kellern lag. Zusätzlich kämpften wir an diesem Tag mit weiteren Verklausungen und Murenabgängen.

Abschließende Daten:

  • Niederschlag von Samstag bis Sonntag mittags: über 300 mm/m²
  • 48 Stunden durchgehend im Einsatz
  • Über 100 Einsätze
  • 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr Schwarzenbach
  • Tägliche Unterstützung durch etwa 20 freiwillige Helfer
  • 8 Traktoren im Einsatz
  • 2 Lkw mit Holzkran
  • 1 Bagger
  • 1 Radlader

Diese Unwetterkatastrophe zeigte eindrucksvoll das Engagement und die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbach sowie der unterstützenden Helfer in einer extremen Notlage.